Diversifikation und Risiko

Die meisten Anlageexperten sind sich einig, dass Diversifikation zwar nicht vollständig gegen Verluste absichern kann, aber eine wichtige Komponente ist, um langfristige finanzielle Ziele bei gleichzeitiger Risikominimierung zu erreichen. Hier geht es darum wie Du das auch für dein Depot erreichen kannst.

Unterschiedliche Risikoarten

Investoren sind bei der Anlage mit zwei Hauptrisiken konfrontiert. Dem ersten ist nicht durch Diversifikation zu begegnen und wird als systematisches- oder Marktrisiko bezeichnet wird. Häufige Ursachen sind Inflationsraten, Wechselkurse, politische Instabilität, Krieg und Zinssätze mit globalen Auswirkungen. Diese Art von Risiko ist nicht unternehmens- oder branchenspezifisch und kann nicht durch Diversifikation eliminiert oder reduziert werden, es ist ein Risiko, das Investoren akzeptieren müssen.

Die zweite Art von Risiko ist durch Diversifikation zu minimieren, es ist also ein nicht systematisches Risiko und spezifisch für ein Unternehmen, eine Branche, einen Markt, eine Wirtschaft oder ein Land. Die häufigsten Quellen für solche Risiken sind Geschäftsrisiken, Disruptionen und aber auch politische Endscheidungen. Ziel ist es also, in verschiedene Vermögenswerte zu investieren, damit sie nicht alle in gleicher Weise von Marktereignissen betroffen sind.

Diversifikation nach Anlageklassen

Fondsmanager diversifizieren ihre Anlagen oft über verschiedene Anlageklassen und bestimmen welche Prozentsätze des Portfolios ihnen zugeordnet werden sollen. Als Privatanleger hat man zwar oft nicht den gleichen Zugang, allerdings kann man über verschiedene Finanzprodukte eine ähnliche Strategie wählen. Zu den Anlageklassen zählen Aktien, Anleihen, Fonds und ETFs, Immobilien und Land, Rohstoffe, und Edelmetalle und Schmuck. Da es auf dieser Seite um Aktien geht, klammern wir alles andere hier aus.

Regionale Diversifikation

Durch die Investition in internationale Wertpapiere können Anleger ein Klumpenrisiko auf einzelne Regionen oder Wirtschaftszonen verringern. Die wirtschaftliche Entwicklung verläuft, trotz globaler Verflechtungen, nicht überall gleich. Beispielsweise können Spannungen, die die US-Wirtschaft beinträchtigen in anderen Ländern keine, oder sogar positive Auswirkungen haben.

Diversifikation nach Branchen

Selbstverständlich ist auch eine Diversifikation in unterschiedlichen Branchen notwendig. Wer in der Dotcom Blase nur in Internetaktion investiert war, hat sicherlich wesentlich mehr Geld verloren, als jemand der ein breit gestreutes Portfolio aufgebaut hat. Im besten Fall gewichtet man Branchen danach, wie wichtig man Sie einschätzt und bewertet dabei auch, inwiefern diese sich gegenseitig beeinflussen. Große gesellschaftliche Herausforderungen sollten dabei genauso berücksichtige werden, wie das eigene Know-How.

Diversifikation nach Unternehmenstyp

Stark mit der Branche verflochten ist der Unternehmenstyp. Ob man eine Aktie eines traditionsreichen Mittelständlers kauft, oder eine Aktie beim IPO eines Tech-Startups erwirbt macht einen sehr großen Unterschied. Man kann hier zwischen offensiven und defensiven Unternehmen unterscheiden. Auch hier bietet sich ein Mix nach persönlichem Risikoprofil an.

Die Zusammenhänge sind komplex, jedoch lässt sich zumindest für die Vergangenheit durch Korrelationen herausfinden, welche Märkte konträr verlaufen und welche sehr ähnliche Entwicklungen besitzen.