Einzelaktien vs. ETFs

Wer in einzelne Unternehmen investiert betreibt „Stock-Picking“. Dem gegenüber stehen die ETFs, die bevorzugt Indizes wie den NASDAQ, DAX oder auch den MSCI World abdecken. Stock Picking wird immer wieder verschrien und als ungeeignet für den Privatanleger bezeichnet, da Wenige es schaffen den Gesamtmarkt zu schlagen. Da mag etwas dran sein, aber das heißt natürlich nicht, dass man es nicht versuchen kann.

Passiv anlegen mit ETFs

Der passive Anleger fährt mit einer ETF Strategie sicherlich am besten. Wer sich einfach einen MSCI World ETF in das Portfolio legt hat so viel schonmal nicht falsch gemacht. Der MSCI World Index besteht aus Aktien von mehr als 1600 der größten Unternehmen weltweit.

Wer einen solch breiten ETF kauft, investiert vermutlich auch in Unternehmen, von denen er aus irgendwelchen Gründen nicht überzeugt ist. Sei es aus strategischer, ethischer oder aus renditeorientierter Sicht. Wer sich tiefer mit der Börse beschäftigen will und auch das Wirtschaftsgeschehen verstehen möchte kann durch bestimmte Themen ETFs etwas mehr Steuerung übernehmen und wird dazu motiviert sich stärker mit dem Marktgeschehen auseinanderzusetzen.

So gibt es ETFs, die sich auf bestimmte Branchen, Regionen, Unternehmensgrößen und noch viele weitere Kenndaten fokussieren. Damit kann man schon sehr viel Steuern.

Aktiv anlegen mit Einzelaktien

Stock Picking hingegen bietet noch mehr Gestaltungsraum und ist eher etwas für aktive Anleger, die ein größeres Risiko in Kauf nehmen, um ihre persönliche Rendite zu erhöhen. Wer vor der letzten Jahrtausendwende all sein Geld in Amazon investiert hätte, wäre heute schon mit 2000€ zum Millionär geworden. Allerdings hätte damals vermutlich niemand erwartet, dass Amazon 20 Jahre später mal zum wertvollsten Unternehmen der Welt wird. Zur gleichen Zeit hätte man mit einer Investition in die deutsche Telekom noch heute mit einem Verlust von ca. 75% zu kämpfen. Der Faktor Glück ist dabei nicht zu unterschätzen und mit einzelnen Aktien trägt man somit immer das Unternehmensrisiko. Es ist also sinnvoll beim Stock Picking niemals zu wenige Aktien zu halten (Klumpenrisiko).

10 – 50 Aktien aus unterschiedlichen Branchen und Ländern werden häufig als ungefährer Wert genannt. Werden es zu viele Aktien, kostet die Recherche der Unternehmenszahlen, Quartalsberichte zu viel Zeit und in diesem Falle wäre man vermutlich mit einem ETF besser bedient.