Wirtschaftszyklen und Krisen

Die Wirtschaftsmaschine

Laut Ray Dalio ist die Wirtschaft eine Maschine. Auf der grundlegendsten Ebene ist es eine relativ einfache Maschine, aber dennoch wird Sie oft missverstanden. Dazu gibt es ein Youtube Video, in dem die Phasen der Konjunktur erklärt wird:

Das Video erklärt wie kurz- und langfristige Schuldenzyklen und das Produktivitätswachstum die 3 großen Triebkräfte der Wirtschaft bilden. Kurzfristige Schulden sind Schulden, die innerhalb eines Jahres zu begleichen sind. Langfristige Schulden sind Schulden, die längerfristig fällig sind.

Der kurzfristige Schuldenzyklus, auch bekannt als der Konjunkturzyklus, wird in erster Linie durch die Politik der Zentralbanken gesteuert, die die Zinsen anhebt, wenn die Inflation zu hoch ist oder steigt. Oder alternativ die Zinsen anhebt, wenn die Wirtschaft schlecht läuft und es an Investitionen mangelt.

Trotz kurzfristiger Intervention der Zentralbanken kann die lange Schuldenspirale nicht unendlich fortgesetzt werden. Vermögenswerte (Aktien, Immobilien, aber auch Gold) steigen rasant und spiegeln nicht mehr den Wert wider, den sie eigentlich Wert sind. Irgendwann kommt der Punkt, an dem die Schuldenlast so groß ist, dass Sie nicht mehr bedient werden kann.

Das Produktivitätswachstum ist letztlich dafür verantwortlich, dass es langfristig nach oben geht.

Aktien in der Krise

Da die Wirtschaft in Zyklen abläuft ist auch der Aktienmarkt Zyklen unterworfen. Weit verbreitet ist die Annahme, dass Aktien besonders stark von Krisen betroffen seien, jedoch ist hier Vorsicht geboten. Aktienmärke sind volatiler und neigen dazu zu übertreiben, aber das heißt auch Sie erholen sich schneller wieder. Denn letztendlich wird an der Börse die Zukunftsaussichten der Unternehmen gehandelt, nicht die Gegenwart.

Tatsächlich kommt es viel mehr darauf an welche Aktien man besitzt. Denn es gibt genauso Unternehmen, die man als krisensicher bezeichnen kann, wie es Unternehmen gibt, die vermutlich einer Krise nicht so gut trotzen können.

Wenn man wirklich mit dem schlimmsten rechnet, sollte man am besten gar keine Vermögenswerte kaufen. Das heißt: Wer mit einer verheerenden Krise rechnet, in der die Zivilisation untergeht, sollte am besten weder in Aktien, Immobilien noch in Goldbarren investieren, sondern einen Bunker bauen und Ravolidosen horten. Kommt es zu so einem Szenario sind Immobilienenteignung, Goldverbot und Hyperinflation auch nicht abwegig. Und Gold und Bargeld kann man auch nicht essen.